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FdP Schönenwerd unter neuer Leitung


Charlotte Shah-Wuillemin ist neue Präsidentin der Ortspartei


Eine ausserordentliche Generalversammlung der FdP Schönenwerd hat Charlotte Shah-Wuillemin zur neuen Präsidentin gewählt. Sie löst Robert Gilgen ab, der als Gemeinderat einspringen musste.

So wars eigentlich nicht geplant. Nach den Gemeinderatswahlen vom Frühling hatte die FdP im vergangenen Juni die Wachablösung von Marco Consonni zu Robert Gilgen vorgenommen. Kurz darauf demissionierte der wiedergewählte Gemeinderat Lukas Schaffner infolge der für ihn nicht akzeptablen Ressortverteilung (wir berichteten). Als erstes Ersatzmitglied der FdP rückte Robert Gilgen in den Rat nach, suchte aber Entlastung


Zurück in der alten Heimat

Als neue Präsidentin stellte sich nun Charlotte Shah-Wuillemin zur Verfügung. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom Mittwoch wählten sie die rund 30 Anwesenden im Prunksaal auf dem Bühl einstimmig an die Spitze der FdP Schönenwerd. Die 51-jährige Ersatz-Gemeinderätin leitet die eigene PC-Schule Lion und bietet zusammen mit ihrem aus Burma stammenden Mann Zafar Shah einen Dolmetscher-Auftragsdienst an. Sie ist in Schönenwerd aufgewachsen, lebte viele Jahre im Welschland, im Ausland und später in Erlinsbach. Vor sechs Jahren kehrte sie in ihre alte Heimat zurück.

Logo-Wechsel wird vollzogen

Charlotte Shah dankte ihrem Vorgänger Röbi Gilgen für die kurze, aber intensive Zeit als Parteipräsident. Sie teilte mit, die FdP habe ihre Kommissionssitze überall problemlos besetzen können. Der Übergang vom gelben Logo der Solothurner FdP zum blauen der FDP Schweiz, entsprechend dem Mehrheitsbeschluss der kantonalen Delegierten, wurde von der Ortsparteiversammlung kommentarlos zur Kenntnis genommen. Zu einem kostspieligen Logo-Alleingang zeigte in der FdP Schönenwerd niemand Lust.

Für Dorfkernentlastung kämpfen

Im zweiten Teil orientierte Gemeindepräsident Peter Hodel über die Geschäfte der reich befrachteten Gemeindeversammlung. Das Budget 2010, die Erhöhung der Abwassergebühren, eine Reihe Investitionskredite – unter anderem für den Hochwasserschutz –, der Verkauf einer Liegenschaft im Kapitelhaus des Stifts, neue Vereinbarungen über die Offene Jugendarbeit sowie über den Sekundarschule-Kreis Unteres Niederamt sind wichtig, werden aber in den Schatten gestellt von der Motion zum Abbruch aller Arbeiten für die Dorfkernentlastung. Laut Peter Hodel beabsichtigt der Gemeinderat, einen Projektierungskredit bis Ende 2010 in einer Urnenabstimmung dem Souverän zu unterbreiten. Die Motion würde dies verhindern. Der Gemeindepräsident wehrte sich gegen ein solches «Denkverbot» und empfahl die Motion namens des einstimmigen Gemeinderates zur Ablehnung.

Angesichts der grossen Bedeutung der Dorfkernentlastung für Schönenwerd rief Parteipräsidentin Charlotte Shah alle dazu auf, den auf www.schoe-nenwerd.ch veröffentlichten Schlussbericht zum Projekt zu lesen, am 7. Dezember an der Gemeindeversammlung teilzunehmen und den Weg zu einem Volksentscheid zu öffnen. (CVA)